Häuser atmen nicht - Keine Angst vor Dämmung
Alte Häuser sind nicht auf Energieeffizienz ausgelegt. Dennoch schrecken manche Besitzer voreiner Fassadenerneuerung zurück. Nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern auch, weil sie
dem Irrglauben aufsitzen, das Haus würde dadurch anfälliger für Schimmel.
Energieverbrauch war früher kein großes Thema beim Bauen.
Ältere Immobilien haben deshalb einen
wesentlich höheren Heizenergieverbrauch als neue Häuser.
Hinzu kommen Allmählichkeitsschäden, die
an die Substanz gehen: Setzungserscheinungen, Frostschäden oder Risse infolge von Erschütterungen
beispielsweise.
Früher oder später kommt man also nicht um eine Fassadensanierung herum.
Manche Eigenheimbesitzer haben allerdings Bedenken, die Fassade zu sanieren und dick einzupacken,
weil sie glauben, die Wände müssten atmen. "Das ist Unsinn", sagen die Energieberater der
Verbraucherzentrale Saarland. "Der notwendige Luftaustausch erfolgt nicht durch das Mauerwerk.
Wände atmen nicht. Es entweicht bestenfalls unkontrolliert Luft durch Ritzen. Insbesondere aber
entweicht im Winter sehr viel Wärme durch ungedämmte Wände." Was die Frischluftzufuhr betrifft, ist
es immer besser, aktiv und kontrolliert zu lüften, empfehlen die Energieberater der
Verbraucherzentrale.
Lüften ist das Wichtigste
Ein weiteres Vorurteil betrifft die Fenster-Erneuerung. Nicht wenige Hausbesitzer fürchten, dass neue
Fenster zu Schimmel in der Wohnung führen. Auch bei diesem Problem spielt das aktive Lüften eine
wesentliche Rolle. Damit die Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu hoch wird, sollte im Winter sollte
zumindest morgens und abends für fünf bis zehn Minuten quergelüftet werden.
Werden allerdings nur die Fenster erneuert, während die Fassade ungedämmt bleibt, verschiebt sich
der kälteste Punkt der Wohnung in die Zimmer-Ecken. Dort kann auch bei diszipliniertem Lüften an
kalten Tagen die feuchte Raumluft kondensieren. In der Folge blüht in den kalten Zimmer-Ecken nach
ein paar Tagen der Schimmel auf. Daher sollten in einem Altbau nicht allein die Fenster ausgetauscht,
sondern auch die Wände gedämmt werden, raten die Fachleute von der Verbraucherzentrale.
Quelle: ino (www.n-tv.de/ratgeber/Keine-Angst-vor-Daemmung-article1619991.html)
Aus einer Hand - alles Gute für Haus und Wohnung.
Wir beraten Sie gerne.
Telefon 07961/ 9103-40





